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Das Österreichische Staatsarchiv ist eine Verwaltungseinheit des Bundes und ein einzigartiges historisches Juwel. Es gehört zu den führenden Archiven weltweit. Die Bestände im Umfang von knapp 200.000 Laufmetern reichen bis in das frühe 9. Jahrhundert zurück und umfassen neben Dokumenten des Weltkulturerbes (Goldene Bulle Kaiser Karls IV., Schlussakte des Wiener Kongresses) beispielsweise die Archive des Heiligen Römischen Reiches und der Dynastie Habsburg, die historische Überlieferung des Modernisierungs- und Aufklärungsprojekts Josefs II., die im Justizpalastbrand vom Juli 1927

zu Schaden gekommenen „Brandakten“ der metternichschen Geheimpolizei, die Vermögensentzugsakten der Nazi-Zeit, Basis aller Restitution, oder, sehr aktuell, die Akten der Asylgerichtsbarkeit. Das Österreichische Staatsarchiv verwahrt beinahe ausschließlich Unikate und ist damit, als wissenschaftliches Institut, die herausragende Gedächtnisinstitution nicht nur der Republik Österreich, sondern auch eines in sehr umfassendem Sinne definierten zentraleuropäischen Raumes.


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Ziel des Vereins der Freunde des Österreichischen Staatsarchivs ist es, seit Langem überfällig gewordene Projekte des Archivs in privater Initiative zu unterstützen und zu fördern. Um diese Unterstützung leisten zu können, sind wir auf Sponsoren und Förderer angewiesen.

Wenn Ihnen etwas am historischen Gedächtnis der Republik Österreich liegt, dann ergreifen Sie die Gelegenheit und werden Sie Förderin/Förderer des Vereins der Freunde des Österreichischen Staatsarchivs.


DIE PROJEKTE

  • DIGITALISIERUNG
    VON MASSENMEDIEN
  • RESTAURIERUNG
    DER „BRANDAKTEN“
  • UMBETTUNG DER
    URKUNDENSAMMLUNG

DIGITALISIERUNG UND
VERWALTUNG VON MASSENQUELLEN

Die Digitalisierung von historischen Massenquellen bietet Forscherinnen und Forschern weltweit bequemen Zugang zu einzigartigem Archivmaterial. Gleichzeitig wird das wertvolle Archivgut geschont, wenn es nicht mehr im Original eingesehen werden muss. Derzeit übersteigt der Rechercheaufwand für die Anfragen professioneller Familienforscher zusehends die personellen und finanziellen Ressourcen des Staatsarchivs.

Eine umfassende Lösung enthält folgende Punkte:

  • Eine vollständige Digitalisierung der Massenquellen des Staatsarchivs inklusive der Erfassung der für eine einfache Recherche durch den Benützer notwendigen Metadaten.
  • Vollständige Publikation der digitalisierten Massenquellen im Internet.
  • Schaffung einer adäquaten technischen Infrastruktur im Staatsarchiv zur Verwahrung.

RESTAURIERUNG UND
DIGITALISIERUNG DER „BRANDAKTEN“

In den Morgenstunden des 15. Juli 1927 zogen an die 200.000 Menschen in spontaner Demonstration in die Wiener Innenstadt, um gegen die ihrer Meinung nach ungerechtfertigten, von einem Schwurgericht gefällten Freisprüche im „Schattendorfer Verfahren“ zu protestieren. Nach ersten, schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei wurde der Justizpalast als ein Symbol der „Klassenjustiz“ gestürmt und in Brand gesetzt und die Feuerwehr von den erregten Massen am Einschreiten gehindert. Für das Österreichische Staatsarchiv waren die Ereignisse insofern von dramatischer Relevanz, als die im Justizpalast eingelagerten Bestände des Inneren und der Justiz schwer zu Schaden kamen, darunter Ministerratsprotokolle und ein Großteil der Spitzelberichte der metternichschen Geheimpolizei. Sie lagern seitdem als sogenannte „Brandakten“ im Allgemeinen Verwaltungsarchiv und sind für die Benutzung gesperrt. Ein Digitalisierungs- und Restaurierungsprojekt zur Rettung und dauerhaften Sicherung zumindest der Hauptbestände (und damit eines zentralen Kulturgutes dieses Landes) ist seit Langem überfällig.

UMBETTUNG DER
URKUNDENSAMMLUNG

Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv stellt einen nicht einmal ansatzweise schätzbaren materiellen wie ideellen Schatz der Republik dar und versammelt wesentliche Aspekte der kulturellen, „zivilisatorischen“ Überlieferung des gesamten zentraleuropäischen Raumes. Die Urkundensammlung des Archivs ist die bedeutendste und wertvollste in Mitteleuropa. Gegenwärtig lagert sie in säurehaltigen Archivkartons, die ihre Substanz akut gefährden. Der Ankauf von entsprechend geeigneten säurefreien Archivkartons und die Anschaffung eines Buchscanners, mit dem im Zuge des Umpackens der historischen Quellendokumente immer gleich eine elektronische Kopie angefertigt werden kann, sind unumgänglich.

UNTERSTÜTZER

Der Freundeskreis des Österreichischen Staatsarchivs ist gerade im Entstehen und wir hoffen auf stetiges Wachsen und Erweitern. Mit Ihrer Unterstützung wollen wir eine Initiative schaffen, die sowohl die Restaurierung wertvoller Dokumente als auch die Realisierung großer Projekte ermöglicht.

Wir würden uns freuen, Sie als Freundin/als Freund des Österreichischen Staatsarchivs der ersten Stunde gewinnen zu können. Bei Interesse und für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte:

MAG. ANNA BRAENDLE

Geschäftsführerin

1080 Wien, Laudongasse 39/5
+43 664 88262929
anna.braendle@foesta.at


DR. TEODORA TOLEVA BIBLIOTHEK

Wir danken Frau Dipl. Ing. und Ehrenmitglied Violeta Toleva für die großzügige Unterstützung des Vereins und die Stiftung der wissenschaftlichen Bibliothek ihrer Tochter Dr. Teodora Toleva (1968-2011).

DR. TEODORA TOLEVA

(1968 – 2011)

Dr. Teodora Toleva wurde am 29. August 1968 in Sofia, Bulgarien, geboren. Sie maturierte 1987 am 9. französischen Gymnasium „Alfons de Lamartine“ in Sofia. 1995 beendete sie ihr Bachelorstudium der Balkanistik an der amerikanischen Universität in Blagoevgrad, Bulgarien. Danach studierte sie Zeitgeschichte an der Autonomen Universität Barcelona und schloss 2002 mit einer Masterarbeit zum Thema „Die Außenpolitik von Gyula Andrássy und ihr Einfluss auf die Mazedonische Frage“ ab. Neben ihrer aktiven Forschungsarbeit promovierte sie 2008 an der Universität von Barcelona zum Doktor der Philosophie. Ihr Forschungsschwerpunkt galt den internationalen Beziehungen, insbesondere der Orientalischen Frage, der historischen Entwicklung der Habsburger Monarchie, der Bildung von Nationen auf dem Balkan, dem Phänomen der Migration in der modernen Gesellschaft sowie dem Nationalismus und seinen Erscheinungsformen in der Neuzeit. Nach Jahren intensiver Forschung im Österreichischen Staatsarchiv in Wien, im Archiv des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten in Paris und im Zentralen Staatsarchiv in Sofia erschienen die Publikationen „Völkermord und das Schicksal des armenischen Volkes“ und „Der Einfluss Österreich-Ungarns auf die Bildung der albanischen Nation 1896-1908“.

Neben der erworbenen höheren ​​Ausbildung von Frau Dr. Teodora Toleva im Bereich der Geschichte, galt ihr Interesse der Theologie. Von 2001-2004 studierte sie Theologie am Orthodoxen Theologischen Institut „St. Sergius von Radonesch“ in Paris, Frankreich.

Sowohl ihr großes historisches Fachwissen als auch ihre Vielsprachigkeit (Französisch, Russisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Katalanisch und Bulgarisch) ermöglichten es Frau Dr. Teodora Toleva die unterschiedlichsten historischen Quellen aus Archiven verschiedener Länder zu studieren. Die Möglichkeit, Informationen aus voneinander unabhängigen Quellen zu analysieren, erlaubten es Dr. Teodora Toleva einen wesentlichen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten.

Dr. Teodora Toleva verband ihre vielseitigen wissenschaftlichen Tätigkeiten immer wieder mit gemeinnütziger Arbeit und bürgerschaftlichem Engagement. Sie kooperierte mit der katalanischen Stiftung „Trias Fargas“ in Barcelona, wo sie sich mit aktuellen Themen unserer Zeit wie Staatsbürgerschaft, kulturelle Vielfalt und Identität beschäftigte. Sie publizierte in verschiedenen Zeitschriften unter anderem in der katalanischen Ausgabe für Zeitgeschichte „El contemporaneo“, der englischen Ausgabe „Nationen und Nationalismus“ und in der bulgarischen Presse, sowie im Internet zu Themen wie „Die Emigration – ein natürliches Phänomen“, „Die Orientalische Frage und die Armenier“ und andere.

Ihr letztes großes Forschungsprojekt galt dem Thema „Die spanische Emigration im Hof ​​der Habsburger nach dem Spanischen Erbfolgekrieg“, diese konnte sie bedauerlicherweise aufgrund ihres allzu frühen Todes nicht vollenden.

Der Vereind der Freunde des Österreichischen Staatsarchiv dankt der Mutter von Dr. Teodora Toleva, Frau Dipl. Ing. Violeta Toleva für die großzügige Stiftung und ist bemüht, die Fortsetzung ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu fördern.

1080 Wien, Laudongasse 39/5
Öffnungszeiten nach Vereinbarung
+43 1 4020666
office@foesta.at

EVENTLOCATION IM HERZEN WIENS

Grillparzerhaus (Wien 1, Johannesgasse 6)

KONTAKT

Dr. Lutz Musner
lutz.musner@grillparzerhaus.at
+43 664 396 70 79

» Mehr Informationen dazu!

Der Verein der Freunde des Österreichischen Staatsarchivs bietet für Verlage, Buchhandlungen, wissenschaftliche Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen im Grillparzerhaus (Wien 1, Johannesgasse 6) ein stilvolles Ambiente für hochkarätige Veranstaltungen an. Das historisch einmalige Biedermeierambiente bietet auf 250 Quadratmeter einen bestens ausgestatteten Ort.

AUSSTATTUNG

Das Erdgeschoß bietet Platz für maximal 100 Personen. Ein kleinerer Raum ist separat bespielbar und verfügt über 50 Sitzplätze, Rednerpult, Beamer sowie eine Tonanlage.
Die Location ist barrierefrei gestaltet. Sanitäre Einrichtungen, eine Garderobe sowie ein kleiner Innenhof stehen ebenfalls zur Verfügung.

MIETPREISE

  • Veranstaltung abends: 200 Euro
  • Veranstaltung im gesamten Erdgeschoß abends: 300 Euro
  • Seminar ganztags: 300 Euro

Die Kosten für Catering sind nicht in der Raummiete enthalten.
Preise exkl. 20% USt.

DER VORSTAND

Dr. Rudolf Scholten

Generaldirektor der
Oesterreichischen Kontrollbank

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Sektionschef i.R. Prof. Dr. Manfred Matzka

Präsidialchef im
Bundeskanzleramt

Senatsrat Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner

Generaldirektor des
Österreichischen Staatsarchivs

Univ.-Prof.  Dr. Alfred Noll

Rechtsanwalt

Univ.-Prof. Dr. Christina Lutter

Universität Wien, Institut für
Österreichische Geschichtsforschung

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